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Nachruf auf Agnes Ignatia Lepping

Agnes Ignatia Lepping

News vom: 12.02.2019

In mir gibt es kein Feuer mehr, das die irdische Materie sucht –
in mir rauscht das lebendige Wasser, das mir inwendig sagt:
Auf – zum Vater!

Ignatius von Antiochien


Gott, der liebende und barmherzige Vater, hat
Agnes Ignatia Lepping
geb. am 13.09.1929 in Wennewick bei Vreden
gest. am 12.02.2019 auf dem Kupferberg in Detmold

zu sich in die Herrlichkeit heimgerufen.

Die Kindheit von Agnes Ignatia war geprägt von der Erfahrung des frühen Todes ihrer Eltern.
Mit ihren sechs Geschwistern wurde sie schon früh mit der Notwendigkeit konfrontiert, auf dem elterlichen Hof mit anzupacken und persönliche Wünsche, wie z.B. den eines Studiums, hintanzustellen. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie drei Jahre im elterlichen Anwesen, war dann vier Jahre als Haushaltshilfe tätig, anschließend zwei Jahre in einer Fabrik, um danach wieder auf dem elterlichen Hof mitzuhelfen. Auf diesem Hintergrund einer christlichen Familie und eines gläubigen dörflichen Umfeldes reifte in ihr der Entschluss, Gott ganz zu dienen.
Am 19.04.1958 trat sie in das Säkularinstitut St. Bonifatius ein. Mit der Ablegung der Ersten Gelübde 1961 endete ihre Formungszeit in Westerland und Detmold. 1970 verschenkte sie sich in der Lebensweihe ganz an Gott und die Gemeinschaft. Ihre Glaubenstiefe war Quelle ihrer großen Umsicht und unermüdlichen Schaffenskraft. Diese konnte sie als Küchenleiterin in den Einsatzorten wie dem Caritas-Altenzentrum in Bremen, dem Altenpflegeheim in Levanger/Norwegen, dem Zentrum mit Jugendbildungsstätte auf dem Kupferberg und der Familienferienstätte Michaelshof in der Rhön wirlich gut gebrauchen. Welche Familie, die jemals an einer Weihnachtsfreizeit am Michaelshof teilgenommen hat, erinnert sich nicht an die scheinbar unerschöpflichen Plätzchenteller, gefüllt mit leckeren Spezialitäten?
Fähigkeiten ganz anderer Art wurden deutlich, als sowohl in Levanger/Norwegen wie auch auf dem Michaelshof/Rhön die jeweilige Planung und Einrichtung einer neuen Küche und neuer Wirtschaftsräume anstanden. Agnes Ignatia setzte sich mit Tatkraft und Sachverstand dafür ein. Ausgleich und Erholung fand sie immer wieder in ihrer so sehr geliebten Gartenarbeit. Ihre „grünen Daumen" ließen fast verdorrte Pflanzen oft wieder aufleben.
In gleichbleibender Freundlichkeit im Umgang mit MitarbeiterInnen und Gästen trug sie wesentlich zu einer frohen Atmosphäre in den jeweiligen Häusern bei. Auch die Begegnungen mit Gemeindemitgliedern hinterließen nachhaltige Erinnerungen.
Trotz allem stellte Agnes Ignatia viele Fragen an das Leben und seine Anforderungen. Diese drückte sie manchmal mit den Worten aus: „Das piekst mich jetzt!" Wie oft mag sie das in der langen Zeit ihres letzten Leidensweges gedacht haben? Nun hoffen wir zuversichtlich, dass der Herr des Lebens, auf den sie so fest vertraut hat, alle ihre Fragen mit seinem Licht erleuchtet.

Das Requiem feiern wir am Samstag, 16.02.2019 um 11.00 Uhr in der Lioba-Kapelle des Instituts St. Bonifatius.
Anschließend findet die Beisetzung auf dem Waldfriedhof des Instituts statt.


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