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Erinnerungen an die Anfänge

Geschichte

Am Anfang stand die Not der Nachkriegszeit ... Pater Cyprian Mayr OSB (1907 – 1992), Kinderkurheim Haus Nordmark, Westerland/Sylt Kinderkurheim Haus Nordmark – Westerland/Sylt Frauen der Gemeinschaft und Gäste im Zentrum auf dem Kupferberg Missionarinnen aus Spanien und Deutschland in Guatemala Internationale Gruppe in Rwanda 1978: Das Institut erhält die päpstliche Anerkennung - Übergabe der Urkunde durch Erzbischof Degenhardt Start in Goma: Begegnung zwischen Frauen der Gemeinschaft, Pater Cyprian Mayr und Msgr. Ngabu, dem damaligen Bischof von Goma

Wie alles begann…

„… und den immer neuen Wein Christi auch immer wieder in neue Schläuche füllen!
(aus dem Gründungstext von P. Cyprian Mayr OSB)


Am Anfang stand die Not der Nachkriegszeit: Vertreibung, Entwurzelung, Armut. Diese bedrängende Situation gab den Startschuss für unsere Gemeinschaft.

Ausgangspunkt war die Abtei Schweiklberg (bei Passau). Hier hatte bereits eine Gruppe von 18 Frauen ihre geistliche Heimat gefunden.

Gemeinsam mit P. Cyprian Mayr OSB wagten sie Ostern 1949 den Neubeginn: eine benediktinische Gemeinschaft der Christusnachfolge mitten in der Welt.

Als Frauen in der kath. Kirche wollten sie ihr Leben Gott weihen und nach dem Beispiel der Missionare unseres Landes, Bonifatius und Lioba, Glaubensboten werden. Inspiriert von der Benediktsregel sahen sie ihre Sendung als ganzheitlichen Dienst für die Menschen.

Der erste Auftrag führte die Gemeinschaft in Deutschlands nördlichste Diaspora auf die Insel Sylt. Hierhin hatte es eine große Zahl von Flüchtlingen verschlagen, die mit dem Verlust ihrer Heimat auch geistig entwurzelt waren.

Aus dieser Situation wurde der Gründungsgruppe ein Teil der Inselseelsorge anvertraut, dazu die Verantwortung für ein Caritas-Kinderheim.

Diese Anfangszeit war für die junge Gemeinschaft eine starke Herausforderung. Es galt das Miteinander innerhalb der Gemeinschaft zu lernen, ein gutes geistliches Fundament für die neue Lebensform zu legen und gleichzeitig den vielfältigen Nöten der Menschen gerecht zu werden.

Die Erfahrungen dieser Zeit brachten eine neue Erkenntnis. Um im Spannungsfeld zwischen Aktion und Kontemplation leben zu können, ist eine intensive Phase der Vorbereitung - abseits von alltäglichen Belastungen – notwendig.

Dies führte 1950 zur Gründung des Zentrums der Gemeinschaft auf dem Kupferberg in Detmold.

 

Wie es weiterging …

Aus dieser räumlichen und geistlichen Mitte heraus entfaltete sich nun das Apostolatin konzentrischen Kreisen“ (P. Cyprian Mayr).

Die junge Gemeinschaft antwortete auf vielfältige soziale und pastorale Anforderungen.

Frauen des Instituts gingen in Flüchtlingslager und Diasporagemeinden. Sie setzten sich mit ihren beruflichen Fähigkeiten dafür ein, dass Müttern, Familien, Jugendlichen, Kindern und alten Menschen in Notsituationen geholfen werden konnte.


Aus missionsbenediktinischer Bereitschaft wagte die Gemeinschaft erste Schritte über die Landesgrenzen hinaus, zunächst allerdings nur in den europäischen Raum.
Am Pfingstfest des Jahres 1964, zeitgleich mit der Einweihung der Jugendbildungsstätte auf dem Kupferberg, wurden die ersten drei Missionarinnen nach Guatemala / Mittelamerika ausgesandt, zwei Jahre später dann wiederum die ersten drei nach Rwanda / Zentralafrika.
Von dort aus machte sich schließlich 1988 die Gemeinschaft auch auf ins Nachbarland nach Goma / Demokratische Republik Kongo.

Frauen aus diesen Ländern schlossen sich der Gemeinschaft an, die damit ein internationales Gesicht erhielt.

 

Die Päpstliche Anerkennung 1978 war für das Institut die Bestätigung, dass sein missionsbenediktinischer Weg mitten in der Welt dem Sendungsauftrag Jesu und seiner Kirche heute entspricht.

 

Neue Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft forderten immer wieder neue Antworten und Flexibilität in der Übernahme konkreter Aufgaben.
Informationen dazu finden Sie auf den Seiten „Weltweit“.