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Kapelle im Zentrum auf dem Kupferberg

Spiritualität

Verschiedene Symbole stehen für zentrale Aspekte unserer Lebensform: „Hören“ auf Christus – im Wort der Hl. Schrift und der Regel St. Benedikts – und „tun, was Er uns sagt“ Armut - leben in einer Haltung des Schenkens und Empfangens Übergabe des Rings bei der Ewigen Profess als Zeichen der alleinigen Bindung an Christus Gehorsam heißt Hören Conversatio - niemals stehenbleiben Stabilitas - feste Verankerung


Als Frauen einer missionsbenediktinischen Gemeinschaft ist für uns St. Benedikt von Nursia Begleiter und Wegweiser. Seine Lebensregel erschließt uns die Quellen für unsere Gottesbeziehung, unser Miteinander und unseren Dienst an den Menschen.

Nach Benedikts Weisung verbinden wir uns im Stundengebet der Kirche – dem großen Lobpreis und Fürbittgebet rund um den Erdball – mit allen Menschen und ihren Anliegen weltweit.

In der Feier der Eucharistie begegnen wir dem auferstandenen Christus, dem unser Leben geweiht ist, und erleben die Gemeinschaft der Kirche als unseren Lebensgrund.

In Zeiten persönlicher Stille überlassen wir uns und alle, die uns anvertraut sind, der Gegenwart Gottes in Anbetung, Meditation und Kontemplation.

Im Bibelgespräch und geistlichem Austausch teilen wir unsere Glaubenserfahrungen. Gemeinsam suchen und finden wir Gott in unserer Alltagswirklichkeit.

 

Das Evangelium lehrt uns, dass die wahre Freiheit des Menschen aus der Bindung an Gott erwächst. Darum entscheiden wir uns für ein Leben nach den Räten des Evangeliums in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit „um des Gottesreiches willen“.

 

Armut bedeutet für uns:

Alle Dinge, das verdiente Geld, aber auch unsere Zeit, die Begabungen, die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, sind nicht persönlicher Besitz. Sie sind als Leihgabe gegeben, damit wir sie einsetzen für die Mitgestaltung unserer Welt nach der Botschaft des Evangeliums.

 

Gehorsam nach dem Beispiel Jesu bedeutet für uns:

Aus der Grundhaltung des Hörens Gottes Willen zu erkennen, in den täglichen Ereignissen, wie auch in den großen Entscheidungen des Lebens. Das gilt für jede Einzelne wie auch für die Gemeinschaft als Ganze. Konkrete Schritte sind dabei der achtsame Umgang mit den täglichen Anforderungen und die Annahme unserer persönlichen Sendung von der Gemeinschaft.

 

Ehelosigkeit um des Gottesreiches willen bedeutet für uns:

Offen zu sein für die Freundschaft mit Christus und Ihm in der Weihe unser ganzes Leben zu schenken. Aus dieser Bindung begegnen wir den Menschen in Liebe und holen sie in Seine Nähe.

Die benediktinischen Gelübde „Conversatio“ und „Stabilitas“ helfen in besonderer Weise, uns ein Leben lang vom Evangelium prägen zu lassen.

 

„Conversatio“ bedeutet für uns:

Die Bekehrung des eigenen Herzens, die Hinkehr zu Gott, immer neu zu vollziehen.

 

„Stabilitas“ bedeutet für uns:

Im Vertrauen auf die vollkommene Treue Gottes uns in Ihm zu verankern und an unsere Gemeinschaft für immer zu binden.