KreuzWeg
Den Weg Jesu nachgehen
KreuzWeg: eine uralte Gebetsform, anhand derer Menschen betend und mitleidend den Weg Jesu vom Gericht bis zur Grablegung meditieren und 'nachgehen'. Der Weg besteht traditionell, wie auch hier im Park, aus vierzehn Stationen, von denen die meisten an die biblischen 'Szenen' der Passion Jesu erinnern. Diejenigen Stationen, die ihre Grundlage nicht in der Bibel haben, sind solche, die eine weitere, betende und meditierende Ausfaltung des Geschehens anbieten: Sie erzählen von Begegnungen und Hindernissen auf dem Weg, betonen die schiere Wucht des Geschehens und weisen hin auf seine Bedeutung.
Es gibt verschiedene Weisen, einen solchen Kreuzweg zu 'gehen':
Zum Beispiel im einfachen Nachgehen und Anschauen: die Künstlerin, die diesen Kreuzweg geschaffen hat, hat die einzelnen Szenen auf die Gesichter, oft das Antlitz Christi, fokussiert. So sind sie wie ein Gegenüber, das zum Austausch einlädt: Was hat dieser Weg für Jesus bedeutet? Was bedeutet Sein Weg für mich?
Oder Sie folgen den Stationen und halten für einen Moment inne, wenn etwas Sie anspricht und sich mit Ihrer Lebenssituation 'verknüpft'.
Man kann einen Kreuzweg auch im Gebet für Andere gehen: für Menschen im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, oder für alle jene, die auch heute ähnliche Schicksale erdulden wie Jesus vor mehr als 2000 Jahren.
Oder Sie nehmen als Anregung für Ihr persönliches Nachdenken die untenstehenden Impulstexte zu den einzelnen Stationen, die ebenfalls Bezüge herstellen zu unserem Leben (und Leiden) hier und heute und sie mit Jesu Weg verbinden.
Eine Anrufung (z.B. „Gekreuzigter Erlöser – erbarme dich unser!") oder ein persönliches freies Gebet kann die Betrachtung jeder Station abschließen.
Übrigens:
Der Mosaikkreuzweg wurde von einer Künstlerin des Instituts St. Bonifatius geschaffen, Else Hildegard Bircks (1903-1994). Von ihr stammten die Entwürfe, die von ihrer Künstlerkollegin Cäcilia Fecht, ebenfalls Mitglied des Instituts, als Mosaike umgesetzt wurden. Begonnen im Mai 1953, wurde der Kreuzweg sschließlich im Juni 1953 fertiggestellt und im Zuge der Eröffnung des "Gartens der Stille" 2022 umfassend renoviert.
Auch die Lioba- und und die Marien-Stele im "Garten der Stille" wurden von denselben Künstlerinnen gestaltet – ebenso wie die Glasfenster in der Lioba-Kapelle.
Bibeltexte: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart.
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