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Landprojekt San Andrés

San Andrés Villaseca

Projekt "San Bonifacio"

Der Vulkan Santiaguito ist fast permanent aktiv Um eine notwendige Schilddrüsen-OP bezahlen zu können, mussten dieses Ehepaar die Hälfte  ihres geringen Grundbesitzes verkaufen. Der Bruder des Mannes gab ihnen Obdach, bemächtigte sich aber als Gegenleistung ihres verbliebenen Stück Landes ... Zwei der drei Kinder dieser Frau sind geistig behindert. Sie selbst wäscht in anderen Haushalten, um Mais kaufen zu können, und hat sich an uns gewandt, ihr zu helfen, ihre Behausung zu verbessern. Ihr Mann arbeitet in Mexiko und kommt nur alle zwei Monate nach Hause. Sie haben weder Haus noch Grundstück. Sie hatten eine Mietwohnung, die sie aber nicht mehr bezahlen konnten. Jetzt hat ihre Mutter sie aufgenommen. Maisanbau - Lebensgrundlage für viele Familien Bei den Bohrungen nach Wasser fanden wir tatsächlich eine Quelle. Leider mussten wir sie wieder verschließen, da das Geld fehlt, um sie zu fassen.

Das Dorf El Palmar, in dem Mitglieder unserer Gemeinschaft seit 1981 leben und arbeiten, hat eine mehr als bewegte Geschichte hinter sich: Am Fuße des kleinen, aber sehr aktiven Vulkans Santiaguito im Nordwesten Guatemalas gelegen, wurde das Dorf in den Jahren 1985 und 1986 durch Lava- und Geröllmassen vollständig zerstört. Mittlerweile ist das 'neue Palmar' etwas weiter entfernt wieder aufgebaut, und die meisten der Dorfbewohner wie auch das kleine von Mitgliedern der Gemeinschaft geführte Dispensario (Krankenstation) haben eine neue Heimat gefunden.

Aber auch ohne akute Bedrohung durch den Vulkan besteht immer noch einiger Handlungsbedarf: besonders für die Ärmsten, die durch Alter, Krankheit oder Unfälle an den Rand der Existenz geraten sind.

Als mehrere von ihnen um Unterstützung durch das Institut baten, wurde uns gerade –  durch Zufall oder Fügung – ein größeres ebenes Stück kultivierbaren Landes zum Kauf angeboten: der Beginn des Landprojekts San Andrés.

 "Land" bedeutet: "Leben"

In Guatemala bedeutet für viele Familien das eigene (kleine) Stück Land noch immer die wichtigste Lebensgrundlage. Es wird primär für den Eigenbedarf bestellt, und eventuelle Ernteüberschüsse, die die Familie nicht braucht, können auf den Märkten im Dorf oder im Umland verkauft werden. Damit stellt aber die prekäre und zudem rechtlich oft ungesicherte Landsituation für viele Familien ein Problem dar, das sie in ihrer Existenz bedroht. So haben wir 2012 in der kleinen Gemeinde San Andrés Villaseca dieses Landprojekt für insgesamt 18 Familien begonnen.

Bis auf zwei Parzellen sind alle Grundstücke des Landprojekts an Familien vergeben. Diese bebauen sie und fahren zweimal jährlich reiche Ernten ein. So ist es ziemlich sicher, dass sie ihren Anteil am Land einmal zurückzahlen können. So bald wie möglich wollen sie auch auf ihrem Land wohnen, damit sie nicht so weite Wege in Kauf nehmen müssen.

Mangelware Trinkwasser

Aber leider ist das noch nicht möglich, denn Trinkwasser ist Mangelware: Es gibt zwar einen kleinen Fluss, der durch das Gebiet des Landprojekts fließt, aber er führt "agua negra": "schwarzes Wasser", das kontaminiert und deshalb weder zum Trinken noch für die Bewässerung geeignet ist.

Dafür arbeiten wir an einer Lösung: Wir haben nach Trinkwasser gebohrt und eine Quelle gefunden. Aber derzeit fehlt uns noch das Geld, um sie zu fassen. Unser Traum ist, mit Hilfe von Spenden einen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 31.000 Liter und einem Inspektionseinstieg anzuschaffen. Für die Familien des Landprojekts muss zudem eine Abwasserleitung angelegt werden, damit der Fluss nicht durch ihre eigenen Abwässer noch weiter verschmutzt wird.

So hilft Ihre Spende in San Andrés:

  • Unterstützung beim Hausbau: 1000 € pro Familie   
  • Wassertank: insgesamt 16000 €